Gewährleistung & Garantie

Welcher Gewährleistungsanspruch steht dem Verbraucher bei Ankauf eines Gebrauchtwagens bei einem Händler zu?

Seit dem 1. Januar 2005 gilt eine gesetzlich verankerte Sachmängelhaftung für Gebrauchtwagen, die bei einem professionellen Händler erworben wurden.


Die Sachmängelhaftung von einem Jahr gestaltet sich in zwei Perioden, beginnend mit dem Datum der Auslieferung des Fahrzeuges:

während der ersten sechs Monate:

laut Gesetz haftet der Verkäufer innerhalb der ersten sechs Monate nach Auslieferung für alle Mängel, die der Wagen zum Übergabezeitpunkt hatte. Nachbesserungsarbeiten im Rahmen der Sachmängelhaftung sind für den Käufer kostenlos.

nach den ersten sechs Monaten:

sollte der Käufer einen Sachmangel nach mehr als sechs Monaten nach Auslieferungsdatum bemerken, so ist er in der Pflicht zu beweisen, dass der Mangel bereits zum Auslieferungszeitpunkt bestanden hat.  Erst dann ist der Verkäufer zu entsprechenden Nachbesserungsarbeiten verpflichtet.


Diese Nachbesserungsarbeiten unterstellen einen vernünftigen Ausgleich zwischen der, durch den Verkäufer angebotenen Lösung und der Beschaffentheit des Fahrzeugs (Alter, Kilometerstand, ...)

 

Anwendung der Gewährleistung:

-> sobald der Käufer einen Sachmangel feststellt, muss er dies dem Verkäufer mitteilen
-> im Falle eines berechtigten und fristgerecht gemeldeten Sachmangels muss der Verkäufer das Fahrzeug in den Zustand bringen, den es zum Lieferzeitpunkt hatte oder hätte haben müssen.
-> die Nachbesserungsarbeiten dürfen sowohl mit Austausch- sowie neuen Ersatzteilen durchgeführt werden
-> die Nachbesserungsarbeiten müssen in der Werkstatt des Verkäufers ausgeführt werden.  Bei Arbeiten, die in einer anderen Werkstatt ausgeführt wurden, erlischt jeglicher Gewährleistungsanspruch.